Musterzimmer #.02 2019-04-29T19:18:13+00:00

Project Description

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© Photo : Joachim Deckert

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musterzimmer #.02

Zweites Zimmer auf Schloss Wiehe

Im letzten Semester entwickelten 11 Studierende als Bachelorthesis zwei weitere Gästezimmer mit Nasszelle. Aus den Konzepten wurde gemeinsam der Entwurf ausgewählt, der anschließend zur Realisierung anstand. Dazu musste er bis zur Baureife durchgeplant werden. Die Teilnehmenden bekamen einzelne Schwerpunkte zugewiesen: Sponsoring, Kostenschätzung und -Verfolgung, Ablaufplanung, Beleuchtungskonzept, Trockenbau, Oberflächen etc. 

Für die Realisierung waren lediglich acht Wochen angesetzt, eine Verlängerung unmöglich, da Prüfungstermine unverrückbar sind. Mehr oder weniger durchgängig war das Schloss nun von den Studierenden bewohnt. Dazu hatte der Verein Feldbetten und zwei Duschen angeschafft.

Es wurde knapp, schien fast aussichtslos. Dennoch wurde zum Termin die fertige Nutzungseinheit vorgestellt. Der Lerneffekt war für die Studierenden ganz enorm und die Integration aller ins Bauteam nicht immer einfach. Auch waren die praktischen Fähigkeiten recht unterschiedlich ausgeprägt. Immerhin war ein ausgebildeter Maler darunter, ein Tischler, ein Elektriker und die Gruppe wurde vor Ort vom Praxispartner und Lehrbeauftragten Frank Bigeschke tatkräftig begleitet.

Foto 1, 2, 3, 4: Musterzimmer 02. 

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Das Konzept von Desireé Goumou basiert darauf, aus dem zur Verfügung stehenden Raum zwei Schlafzimmer mit Vorzone und gemeinsamen Bad zu schaffen. Die Idee setzt sich mit dem Motiv des Himmelbettes auseinander und interpretiert es neu. Filigrane Stahlprofile rahmen die Betten und sind hinterleuchtet, Leseleuchten lassen sich ausklappen. Auch im Bad fand dieses Motiv Verwendung: Stahlprofile bilden die Duschkabine, wurden mit einem wasserfestem Stoff bespannt und ersetzten so die übliche Wandbekleidung mit Fliesen und beleuchten das Bad. Auch im Flur kommt das Motiv zum Einsatz, die gleichen Stahlrohre verbinden Wände, gleiten am Spiegel hinab, gliedern und inszenieren den Raum behaglich mit Licht.

Während im Schloss die alten Dielen komplettiert, abgeschliffen und geölt wurden, die Trockenbauwände gestellt und die Elektroinstallation vorbereitet wurde, wurden in der Werkstatt der Hochschule die Stahlprofile für die Möbel zugeschnitten, geschweißt und endbehandelt. Schließlich im Schloss der Einbau von Zargen und Türen, die Installation des Bades, der Heizkörper, der Endanstrich der fertig gespachtelten und geschliffenen Wände. Schließlich Transport und Montage der Möbel vor Ort und nicht zuletzt die Vorbereitung für die Präsentation: Beziehen der Betten und die Ausstattung bis hin zu Zahnputzbechern, WC-Bürste, Seife und Pantoffeln.

Zwei Drittel des Materialkosten wurden über großzügige Materialspenden der Hersteller gesponsert, den Rest stemmte der Verein, unterstützt durch Lottomittel, die das Umweltministerium zur Verfügung stellte. 

Ziel ist es, mit weiteren innovativen, eigenständigen Zimmern, das Schloss Schritt für Schritt seiner Destination näher zu bringen und ihm dabei einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Sollten eines Tages größere Fördermittel fließen, Konzepte für weitere Zimmer liegen bereits vor. 

© Photos : Joachim Deckert

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Bearbeitende:

Katharina Fuchs, Desiree Goumou, Patrick  Hänel,
Johann Janecke, Sebastian Köppe, Jan Mischur, Lisa Oertel,
Justin Rusche, Margarete Schiller, Julian Schurig, Mohamed Wiedenhöft,

alle BA.

Herausgebende des Themas:

Prof. Stephanie Kaindl/Prof. Joachim Deckert

Fachhochschule Erfurt, Fakultät Architektur und Stadtplanung

Fachrichtung Architektur

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Sponsoren:

KNAUF (Trockenbau)
Brillux (Innenfarben und Materialien)
Duravit AG (Sanitärobjekte)
OSMO (Bodenbeschichtung)
JUNG (Elektroinstallationen)
WEDI (Duschboard, -tasse)
Klöpferholz (Türen und Beschläge)
VASCO (Heizkörper)
BATZNER Baustoffe (Allgemeine Materialien)
Glaskontor Erfurt (Spiegel)
Farben Lehman (Beschichtung Möbel)
Frank Bigeschke (HLS-Bedarf)
Unterstützende:
Schlossereibetrieb Buchholz
Schneiderin Renate Heimhold
Holz Design Donndorf GmbH
Manfred Severin
Zentralwerkstatt der Fachhochschule Erfurt

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